Drucksensor für Wasser und Luft
Je nach Medium gelten unterschiedliche Anforderungen an einen Drucksensor. Bei Wasser ist vor allem eine gute Abdichtung wichtig, während bei Luftanwendungen schnelle und genaue Messungen im Fokus stehen. Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Merkmale gegenüber:
| Anwendung |
Merkmale |
Empfohlene Ausführung |
| Wasser |
Wasserdichtes Gehäuse (IP65/IP67), beständig gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung |
Keramische oder Silizium-Messzelle |
| Luft |
Schnelle, stabile Signalübertragung, geeignet für Druckluft- und Vakuumanwendungen |
Silizium-Messzelle, kompaktes Gehäuse |
Wenn Sie den Druck nur einfach ablesen möchten, nutzen Sie unsere Manometer für analoge Messungen. Für erweiterte Signalisierung und die Integration in Ihre Steuerung wählen Sie einen Drucktransmitter.
Arten von Drucksensoren
- Relativdrucksensor – misst Überdruck relativ zum Atmosphärendruck.
- Absolutdrucksensor – misst Druck relativ zu einer Vakuumreferenz.
- Differenzdrucksensor – misst den Druckunterschied zwischen zwei Punkten.
- Vakuumdrucksensor – erfasst Drücke unterhalb des Atmosphärendrucks.
Festo Drucksensoren
Als Experten für Pneumatik bieten wir ein komplettes Sortiment an Festo Drucksensoren mit Messbereichen von 0–0,05 bar bis 0–10 bar, Genauigkeiten bis 0,05 %, sowie Schnittstellen wie CANopen und IO-Link.
Anwendungen von Drucksensoren
Drucksensoren werden in vielen Branchen eingesetzt, jeweils mit eigener Aufgabe:
- Prozessindustrie (Chemie, Pharma, Food & Beverage) – Überwachung des Drucks in Leitungen und Reaktoren zur Sicherung von Produktqualität und Sicherheit.
- Wasser- und Abwasserwirtschaft – Messung des Wasserdrucks in Pumpensystemen und Leitungen, Vermeidung von Rohrbrüchen und Steuerung von Filtrationsprozessen.
- HVAC und Kälteanlagen – Regelung von Kältemitteldruck und Luftströmen für stabile Klimaführung und energieeffizienten Betrieb.
- Medizinische Gase und Labore – präzise Überwachung von Sauerstoff, Stickstoff oder Vakuum zur Gewährleistung von Patientensicherheit und verlässlichen Testergebnissen.
- Maschinensicherheit und Hydraulik – Schutz hydraulischer Systeme vor Überdruck und Sicherstellung eines stabilen Maschinenbetriebs.
Häufig gestellte Fragen zu Drucksensoren
Was ist ein Drucksensor?
Ein Drucksensor ist ein Messgerät, das den Druck von Gasen oder Flüssigkeiten in ein elektrisches Signal umwandelt. So kann Ihre Steuerung den Druck kontinuierlich überwachen und für einen sicheren, stabilen Prozess eingreifen. Der Sensor hilft, Störungen und Überdruck zu vermeiden und ermöglicht eine präzise Regelung. Je nach Anwendung gibt es Ausführungen für unterschiedliche Druckbereiche und Prozessbedingungen.
Wie funktioniert ein Drucksensor?
Eine Membran oder Messzelle biegt sich unter Druck durch; diese Durchbiegung wird z. B. mit einer piezoresistiven Brücke, einem kapazitiven Element oder einem induktiven System erfasst. Die Elektronik linearisiert, kompensiert die Temperatur und wandelt in 4–20 mA, 0–10 V oder ein digitales Protokoll (HART, IO-Link). Ihre SPS oder Steuerung liest dieses Signal für Überwachung und Regelung ein. So entsteht eine stabile, reproduzierbare Messung, auch bei schwankenden Prozessbedingungen.
Was misst ein Drucksensor?
Drucksensoren messen Überdruck (relativ), Absolutdruck, Vakuumdruck oder den Differenzdruck zwischen zwei Punkten. Die Wahl hängt von Referenz und Prozess ab: Absolutdruck für Vakuum- oder Dichtheitsprüfungen, Relativdruck für Leitungsdruck und Differenzdruck für Durchfluss- oder Filterüberwachung. Übliche Bereiche reichen von Millibar bis zu mehreren hundert Bar. Mit geeigneten Sensoren lassen sich auch schnelle Drucksprünge oder Pulsationen erfassen.
Wie arbeitet ein Differenzdrucksensor?
Ein Differenzdrucksensor besitzt zwei Anschlüsse und ermittelt die Differenz zwischen Hoch- und Niederdruckseite. Häufig liegt er über einem Element wie Filter, Blende oder Wärmetauscher, wobei der Druckverlust Aufschluss über Durchfluss oder Verschmutzung gibt. Im Sensor wird die Differenz mechanisch auf einer Membran oder über zwei Messzellen erfasst und elektrisch umgesetzt. Das Ausgangssignal ist direkt proportional zu ?p.
Wann sollte ich einen digitalen Drucksensor wählen?
Wählen Sie einen digitalen Drucksensor, wenn Sie präzises Logging, Parametrierung und Kommunikation über Feldbusse (z. B. IO-Link oder HART) benötigen. Digitale Modelle bieten oft lokale Anzeigen, Schaltausgänge und Diagnostik, was Inbetriebnahme und Wartung erleichtert. Sie sind unempfindlicher gegenüber Störungen und langen Leitungen als analoge Signale. Für Remote-Monitoring oder die Integration in MES/SCADA sind sie besonders geeignet.
Den richtigen Drucksensor wählen
Unsere Instrumentationsspezialisten analysieren Ihr Medium, den Druckbereich und die Schnittstellenanforderungen. Kunden, die uns früh einbinden, verzeichnen weniger Störungen und eine optimale Prozessführung. Vereinbaren Sie noch heute Ihre kostenlose Beratung!
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