Anwendungen
- Pumpen-Bypass & Mindestdurchfluss: Schutz vor Überhitzung, Kavitation oder mechanischen Schäden.
- Prozessleitungen in der Lebensmittel- und allgemeinen Industrie: Stabile Zulaufdrücke für Ventile, pneumatische Komponenten oder Dosierpunkte.
- Filtrations-/CIP-Kreisläufe: Konstanter Vordruck bei wechselndem Widerstand.
- Materialien/Medien: Lieferbar in Edelstahl, PVC-U, PP und PVDF für Wasser, Prozessflüssigkeiten und Chemikalien (je nach Kompatibilität).
Materialien, Anschlüsse & Bereich
- Materialien: Edelstahl (hygienisch/korrosionsbeständig), PVC-U/PP/PVDF (chemikalienbeständig, leicht).
- Anschlüsse: Innen-/Außengewinde, Klebe- oder Flanschanschluss (DIN/ANSI je nach Modell).
- Einstellbereiche: Verschiedene Federbereiche (Niedrig- bis Hochdruck). Prüfen Sie Bereich, Temperatur und Mediumskompatibilität.
Druck überwachen? Kombinieren Sie mit einem Manometer oder einem digitalen Drucksensor zur Einstellung und Überwachung.
Auswahl: So wählen Sie das richtige Ventil
- Einstelldruck (Vordruck): Gewünschter Mindestdruck im Quellkreis.
- Überströmkapazität: Wie viel Bypass ist bei maximaler Abnahme nötig? Verwenden Sie Kv/Kvs des Ventils und Ihre Prozessdaten.
- Medium & Temperatur: Wählen Sie Material und Dichtung passend zu Chemie und Prozessbedingungen.
- Einbau & Richtung: Durchflussrichtung beachten; Sand/ Fasern ohne Filter vermeiden.
- Funktion: Nur Druckhalten (direkt wirkend) oder präziser (fremdgesteuert) bei großen Durchflüssen/schnellen Schwankungen.
Unsicher zwischen Druckhalten oder Reduzieren? Siehe auch: Druckminderventile.
Montage & Einstellung (Praxistipps)
- Platzierung: Im Bypass/Rücklauf. Möglichst gerade Zu- und Ablaufstrecken einhalten (Herstellerangabe).
- Messen: Manometer oder Drucksensor vor dem Ventil (upstream) platzieren, um Einstelldruck korrekt abzulesen.
- Einstellen: Einstellschraube drehen, bis der gewünschte Vordruck unter Betriebsbedingungen erreicht ist; Einstellung sichern.
- Kontrolle: Abnahme variieren und prüfen, ob der Vordruck stabil bleibt.
- Wartung: Bei „Leckage“ zunächst Verschmutzung oder beschädigte Sitz/Dichtung ausschließen; auch Strömungsrichtung prüfen.
Druckhalteventil / Überdruckventil
Ein Druckhalteventil (auch Überdruckventil genannt) sorgt dafür, dass der Druck vor dem Ventil konstant bleibt. Das bedeutet, dass das Ventil bei zu hoher Abnahme schließt, um den Vordruck zu halten. Liegt der Vordruck unter dem Einstellwert, ist das Ventil geschlossen; wird der Einstelldruck erreicht, öffnet es, um den Vordruck konstant zu halten.
Ausführungen in Edelstahl, PVC, PP und PVDF.
Ein Überdruckventil wird oft mit einer Sicherheitseinrichtung verwechselt.
Unterschied zwischen Überdruckventil und Sicherheitsventil
Hier der Unterschied zwischen Sicherheitsventil und Überstrom-/Überdruckventil
Die Öffnungscharakteristik eines Überdruckventils, Überstromventils, Druckhalteventils oder Druckentlastungsventils sieht wie unten dargestellt aus. Ein Überdruckventil darf im Prinzip kontinuierlich abblasen und wird daher oft als Bypass an Pumpen eingesetzt, um zu verhindern, dass die Pumpe gegen ein geschlossenes Ventil arbeitet.

- Ansprechdruck erreicht; Ventil noch geschlossen.
- Ansprechdruck überschritten; proportional zur Überdruckhöhe öffnet das Ventil.
- Bei erforderlicher Überströmmenge stabilisiert sich das Ventil.
- Fällt der Systemdruck, beginnt das Ventil zu schließen.
- Systemdruck sinkt weiter und das Ventil schließt weiter.
- Knapp unterhalb des Ansprechdrucks ist das Ventil wieder geschlossen.
Feste Punkte sind: 1 und etwa 6.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Druckhalteventil?
Ein Druckhalteventil hält den Druck vor dem Ventil auf einem eingestellten Wert, indem es bei Überschreitung allmählich öffnet und Medium überströmen lässt. Es stabilisiert den Vordruck, z. B. bei Pumpen und Verteilkreisen.
Wie funktioniert ein Überdruck- oder Überstromventil?
Das Ventil ist feder- oder fremdgesteuert. Überschreitet der Vordruck den Einstelldruck, öffnet es proportional und gibt Durchfluss ab. Sinkt der Druck, schließt es wieder.
Was ist der Unterschied zwischen Überdruckventil und Sicherheitsventil?
Ein Überdruck-/Druckhalteventil regelt den Druck proportional zur Prozessstabilisierung. Ein Sicherheitsventil ist eine Sicherung, die abrupt öffnet, um Anlagen vor Überdruck zu schützen. Austauschbare Anwendung ist unsicher.
Wo wird ein Überstromventil eingebaut?
In einem Bypass oder einer Rücklaufleitung, parallel zu den Verbrauchern, mit dem Pfeil in Durchflussrichtung. Druck vor dem Ventil messen, um korrekt einzustellen.
Warum „leckt“ mein Überdruckventil?
Häufig durch Verschmutzung an Sitz/Dichtung, falsche Einbaurichtung, zu hoher Einstelldruck für den Federbereich oder Kavitation/Stoßerscheinungen. Reinigen, Richtung und Einstelldruck prüfen; beschädigte Teile ggf. ersetzen.
Kann man ein Überdruckventil einstellen?
Ja. Unter Betriebsbedingungen mit zuverlässiger Druckmessung vor dem Ventil einstellen. Passenden Federbereich wählen; nach Einstellung sichern.